Ab ans Meer! – Kritiken

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»Ein Film, der frei von Kindertümelei oder erhobenem pädagogischem Zeigefinger die Erfahrungswelt seiner sensiblen Hauptfigur aufblättert und dabei unterschiedliche Gefühlslagen zulässt […] Ein Film über Glück und Trauer, Zweifel und Hoffnung. Ein Mutmacher, nicht nur für Elfjährige, sondern für die ganze Familie.«

Ralf Schenk, film-dienst, Bonn

»Es sind viele kleine Geschichten, die ›Ab ans Meer‹ erzählt – wie eine ernstere und subjektivere Variante der amerikanischen Kinderfilm-Serie ›Gregs Tagebuch‹ nach den Büchern von Jeff Kinney. Dabei irritiert die ständige Präsenz der ›selbst gehaltenen‹ Kamera nur zu Beginn. Bald wird sie, überzeugend, zu Thomas’ spontanem digitalen Tagebuch […] ›Ab ans Meer‹ hat keine Pointe, kein Finale mit Täterätätä; er zeigt das Leben, wie es ist. Auf kreative und berührende Weise.«

Julius Heinrichs, Der Tagesspiegel, Berlin

»›Ab ans Meer‹ zelebriert die kindliche Kreativität – und nimmt seine Protagonisten Tomás und Haris nicht nur als (angebliche) Schöpfer des gezeigten Materials, sondern auch als Menschen mit kleinen und großen Sorgen ernst. Einerseits hat die Geschichte zwar viele heitere Momente; andererseits schreckt das Drehbuch … nicht vor zahlreichen schwierigen Themen zurück.

Andreas Köhnemann, kino-zeit.de

»Der Kunstgriff, den Film so aussehen zu lassen, als hätten die Elfjährigen selbst die Kamera geführt und dann das Filmmaterial am heimlichen Computer geschnitten, ist eine wirkliche Neuheit im Kinderfilm. Sie vermittelt nicht nur eine außergewöhnliche Unmittelbarkeit, sondern kommt auch einer Generation entgegen, die mit den Neuen Medien aufgewachsen ist, den sogenannten ›digital natives‹.«

José García, textezumfilm.de

»Nach dem etwas zu harmlosen Anfang (kommt) nach zehn Minuten tüchtig Schwung in die mit Formbewusstsein, Witz und erfreulicher Selbstironie erzählte Geschichte, die sich als Extrabonus für Erwachsene mit etwas Filmgeschichte schmückt […] Dabei ist die Botschaft am Ende selbstverständlich positiv, pädagogisch wertvoll und kindgerecht.«

Silvia Hallensleben, epd film, Frankfurt/Main

»Der Film lädt die Zuschauer ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Er nimmt sie mit auf eine Reise zurück in ihre Kindheit – eine Zeit grenzenloser Begeisterung, die am Abend eines jeden Tages neue Abenteuer bereitzuhalten schien. Tomáš und Haris könnten aus Frankreich sein, aus Deutschland oder aus Spanien – im Prinzip aus jedem Ort in Europa. Ihre Jungsstreiche sind inspiriert von einer natürlichen, unbändigen Lebensfreude und bergen damit einen universellen Reiz.«

Frances Jackson, E&M (Europe & Me), Berlin

Der elfjährige Thomas dreht einen Film über seine Familie und kommt dabei einem Geheimnis auf die Spur. Der tschechische Kinderfilm ist mit verspielter Leichtigkeit inszeniert, traut sich aber auch an ernste Themen wie häusliche Gewalt heran.

Cinema

Jiří Mádl […] schneidet Themen wie häusliche Gewalt an, dem Verdacht, der Angst vor einer Trennung der Eltern und verleiht seinem sehenswerten Regiedebüt Ab ans Meer dadurch eine gerade für einen Kinderfilm erstaunliche Substanz. [Michael Meyns]

Programmkino.de

Mit großer Ehrlichkeit erzählter Film: Tomás filmt sein Leben und bewirkt so allerlei Veränderungen

KinderKinoWelt